Perspektiven in der Senioren-Assistenz

Häufig stellen unsere Teilnehmer/innen die Frage, welche Perspektiven Senioren-Assistenten NACH der Ausbildung haben. Wir wollen einige Beispiele nennen für die vier Bereiche, in denen Senioren-Assistenten tätig sind.

1. Selbstständigkeit in der Senioren-Assistenz

Rund ein Drittel unserer Teilnehmer/innen meldet ein Gewerbe an und macht sich nach der Ausbildung selbstständig. Beim Einstieg in die Selbstständigkeit hilft ihnen das neu erworbene Know-how aus dem Unterrichtsmodul "Etablierung auf dem Markt oder Arbeitsmarkt". So haben einige unserer Teilnehmer/innen beispielsweise einen Senioren-Service gegründet. Andere arbeiten als Gesellschafterin für Senioren in Privathaushalten auf Rechnungsbasis. Viele unserer Senioren-Assistenten leisten dabei auch Individualbetreuung bei älteren Menschen in Seniorenheimen oder Seniorenresidenzen. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Existenzgründung finden Sie hier.

2. Arbeiten in einer Senioreneinrichtung

Viele Teilnehmer/innen haben kein Interesse an einer Selbstständigkeit oder trauen sich eine Existenzgründung nicht zu. Ihr Ziel ist es, mit Hilfe dieser Ausbildung, ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Und so bewerben sie sich nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in einer Senioreneinrichtung. Die Bewerbungen in Einrichtungen sind überwiegend erfolgreich. Viele Senioren-Assistenten sind inzwischen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

  • in Seniorenresidenzen (z.B. als Hausdame)
  • in Seniorenheimen in der sozialen Betreuung als Ansprechpartnerin für Senioren und Angehörige
  • in Einrichtungen des Betreuten Wohnens
  • bei Wohlfahrtsverbänden

Wie der nachfolgende Artikel zeigt, finden Arbeitgeber es sehr positiv, wenn sich Menschen in der Lebensmitte noch einmal umfangreich weiter bilden.

3. Senioren-Assistenz als zweites Standbein - Minijob

Einige unserer Teilnehmer/innen nutzen die Ausbildung in der professionellen Senioren-Assistenz als Einstieg in einen Nebenjob oder als Zuverdienst neben der Rente. Ihnen reicht es, zwischen 6 und 8 Stunden in der Woche zu arbeiten. Diese Gruppe ist entweder in Einrichtungen oder in Privathaushalten bei Senioren tätig und dort über den jeweiligen Arbeitgeber bei der Bundesknappschaft als geringfügig Beschäftigte/r versichert.

4. Senioren-Assistenz als Weiterbildung - Verknüpfung mit anderen Kompetenzen

Aber auch andere Beweggründe führen dazu, dass Interessierte Kenntnisse im Bereich der qualifizierten Seniorenbetreuung erwerben wollen. So nutzen Teilnehmende, die häufig Senioren als Kunden haben, diese Weiterbildung dazu, ihre Kundenkompetenz zu vertiefen. Andere wiederum verbinden bereits vorhandene Kompetenzen oder einen Erstberuf mit Senioren-Assistenz, z.B.

  • die Journalistin, die Biographien für Senioren schreibt
  • die Bürokauffrau, die eine Anstellung in der Verwaltung einer Senioreneinrichtung gefunden hat
  • der Computerfachmann, der Senioren im Bereich Internetkompetenz schult
  • die Bauingenieurin, die sich auf barrierefreies Wohnen für Senioren spezialisiert hat.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Die Kompetenzen und Erfahrungen lebenserfahrener Männer und Frauen sind die Basis für die Ausbildung in der professionellen Senioren-Assistenz. Auf dieser Grundlage bieten wir unsere 120-stündige Weiterbildung an und unterstützen Senioren-Assistenten bei der  Vernetzung und Vermittlung. Unser Unterrichtsmodul "Etablierung auf dem Markt oder Arbeitsmarkt" ist darauf ausgerichtet, sowohl diejenigen, die sich selbstständig machen wollen, als auch diejenigen die ein Beschäftigungsverhältnis suchen, bei diesem Prozess zu unterstützen.

zum Anfang der Seite